
"Ruas e Praças", das sind die Straßen und Plätze in Recife, einer Millionenstadt im Norosten Brasiliens. Die meisten Kinder leben in armen Verhältnissen und sind gezwungen,
ihren Lebensunterhalt durch kleine Arbeiten oder Betteln selbst zu bestreiten.
Viele Kinder haben jegliche Beziehung zu ihren Eltern verloren. Sie leben auf der Straße, immer in Gefahr und gehen nicht mehr zur Schule:
Ca. 30 % der Jugendlichen sind Analphabeten!
Eine Organisation von brasilianischen Sozialarbeitern, die "Grupo Ruas e Praças" kümmert sich, soweit möglich, um diese Kinder und bietet ihnen eine Zuflucht. Sie betreibt am Rand der Großstadt eine Farm ("Sitio Capim de Cheiro") und bringt die Kinder für mehrere Tage dorthin, falls sie dies wollen.
Und ich habe gesehen, wie die Augen der Kinder leuchten, wenn sie dorthin dürfen - weg von der Straße,
in eine sichere Umgebung und ohne die drückende Not des Alltags.
Die Farmgebäude müssen dringend renoviert werden, manche Gebäude sind schon baufällig.
Dafür möchte das König-Karlmann-Gymnasium heuer sammeln und mithelfen, dass wenigstens einige der Straßenkinder eine Chance auf eine bessere Zukunft erhalten. Wir stehen dafür, dass sich Solidarität nicht im leeren Phrasen erschöpft, sondern in gemeinsames Handeln mündet.
Rainer Jonda
Schulleiter