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4. KKG-BigBand-Konzert am 30.04.2009 im Stadtsaal Neuötting
Karlmann-Bigband: Ein großes Vergnügen
Es war ein wirklich großes Vergnügen, das 4. Konzert der Bigband des König-Karlmann-Gymnasiums
im Neuöttinger Stadtsaal. Der hätte für Zuhörer noch mehr Platz geboten, doch jenen, die das Konzert links liegen ließen,
sei gesagt: Sie haben etwas verpasst.
Mit "That old black magic" eröffneten die Big-Band Musiker unter Leitung ihres Bandleaders
Edgar Weißhartinger den viel versprechenden Konzertabend.

Nichts deutete auf einen ersten Höhepunkt des Konzertabends hin. Auch die namentliche Vorstellung
der Bandmitglieder nach dem zweiten Stück (Woodchopper's Ball) mit Überreichung kleiner Präsente war als anerkennende Geste zu betrachten, die sich im normalen Rahmen bewegte.
Aber nun folgte mit der "Karlmann-Casting-Show" eine Aktion, die bisher seinesgleichen sucht:
Nach der Feststellung, dass sich die Big-Band in einem ausgezeichneten Zustand befindet und deshalb
ein vorne stehender Dirigent nicht unbedingt notwendig ist, stellte sich der Bandleader einem Auswahlverfahren zur Feststellung seiner instrumentalen Fähigkeiten.
In die engere Wahl kamen Trompete, Posaune und Tenorsaxophon. Das Casting wurde von den beiden Moderatoren Maximilian Parzinger (K12) und Helmut Galster (K12),
die auch Bandmitglieder sind, geleitet.

Ob dieses "Casting" insgesamt gesehen als Tribut an die aktuelle Medienlandschaft oder eher als Persiflage gesehen werden sollte, blieb allerdings offen.
Jedenfalls wurde Edgar Weißhartinger für "würdig" befunden, mit dem Tenorsaxophon die hohen Maßstäbe der Bigband zu erfüllen und reihte sich mit dem nun folgenden Titel "Alright, okey, you win" in die Saxophon-Section ein.
Die Rolle des "Spielführers" übernahm ab nun Maximilian Parzinger parallel zu seiner Musikeraufgabe als 1. Altsaxophonist und Moderator. Er machte dies in einer überaus überzeugenden Art und Weise.

Mit weiteren Stücken wurden nun die Zuhörer auf eine flotte Weltreise durch Big-Band Klassiker aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts mitgenommen. Optisch aufgewertet wurde dies durch das passende Kleidungsstück aus dieser Zeit: Dem Petticoat.

Damit ging der erste Teil seinem Ende zu.
Im zweiten Teil war es eine sehr schöne Idee des Moderatorenteams mit dem Opener "Night Train"
auf eine Bahnreise zu "Hello Dolly" zu gehen und an manchen Stationen mit einem Jingle daraus
an dieses Stück immer wieder anzuknüpfen:
California Dreaming; Alexander's Ragtime Band; C-Jam Blues; The Girl from Ipanema.
Zusätzlich unterstützen nun hochgekrempelte Ärmel und Strohhüte das entsprechende Feeling.

Wahrhaftigkeit wurde die Existenz der "Dolly" durch ihren Auftritt - Alina Hackl (9a) - als
"wunderschöne Frau", der sicher auch nicht übertrieben ist. Die Angebete ist schließlich in
"New York, New York" zu finden, wo es auch zum Happy-End kommt: Maximilian Parzinger,
der sich bis hierher als sehr gewandter Routinier erwiesen hatte, bekommt mit dem Schlussstück
"And I love her" auch seine Dolly.
Die Sympathien des begeisterten Publikums waren der ganzen Band gewiss - und nach stehenden Ovationen gab es natürlich die erwarteten Zugaben.