Besuch der Klasse 6c in der Biothermie in Altötting am 27. November 2003

Auf unserem Erdkundeausflug haben wir die Biothermie in Altötting, die vor sechs Jahren gebaut wurde, besichtigt. Herr Asbeck hat uns das Heizkraftwerk, in dem Holz verbrannt und in Wärme umgewandelt wird, einmal näher gezeigt.

Die zu einem riesigen Haufen aufgeschütteten Holzschnitzel waren die Einleitung zu einer interessanten Führung. Im Jahr benötigt das Heizkraftwerk 12000 t Holzhackschnitzel und 1 t kostet bei den Bauern zwischen 50 und 60 EUR. 60 t Holzhackschnitzel entsprechen 600 Liter Erdöl. Die Biothermie deckt 20 % der in Altötting benötigten Wärme.

Nachdem uns gezeigt wurde, wie ein Mechanismus die Holzschnitzel automatisch in den Ofen transportiert, gingen wir in den über 30 Grad warmen Kesselraum. Nach einer kurzen Erklärung durften wir die lodernden Flammen im Ofen durch eine kleine Luke betrachten. Nachdem wir über die Sicherheitsmaßnahmen informiert wurden, durften wir auch noch den schon viel kühleren Überwachungsraum mit vielen Hebeln, Schaltknöpfen und Computern sehen. Herr Asbeck erklärte uns die Wege der Wärmeleitungen, den Vorgang des Erhitzens und dass der Ofen ca. 100 Grad heiß ist. "Bei ungefähr 1200 Grad", so erklärte er, "schaltet sich der Ofen automatisch ab, damit er sich nicht überhitzt." Über ein etwa 11 km langes, unterirdisches Rohrleitungsnetz gelangt die Wärme zu den Verbrauchern.

Stadtpläne zeigen an, wohin heißes Wasser geleitet wird. Am Computer zeigte uns Herr Asbeck den Wärmeverbrauch unserer Schule und den des Kreiskrankenhauses. Das König- Karlmann-Gymnasium ist nach dem Kreiskrankenhaus der zweitgrößte Verbraucher. Es verbraucht am Tag soviel Wärme wie ein Einfamilienhaus in einem halben Jahr. Das ganze Wärmekraftwerk ist sehr modern. Durch eine gute Isolierung verliert das heiße Wasser bis zum Empfänger nur ein halbes Grad.

Nachdem wir noch zwei Photos gemacht hatten, verabschiedeten wir uns von Herrn Asbeck und machten uns auf den Rückweg zur Schule.

Patrick Burger, Stefan Schneiderbauer, Alexander Badem

Klasse 6c bei Besuch der Biothermie Klasse 6c bei Besuch der Biothermie

Eine Landkreisexkursion

Am Montag, den 14. Juli 2003, startete die Klasse 11 D des König-Karlmann-Gymnasiums bei idealem Wetter zu ihrer Landkreisexkursion mit dem Rad.

Ziel dieser Exkursion ist zum einen die Vertiefung der im Unterricht erworbenen theoretischen Kenntnisse, zum anderen sollen die Schüler auch physisch die einzelnen geologischen Bauteile des Landkreises kennen lernen.

Startpunkt war die Schule, der Standort auf der Niederterrasse abgelagert von den Schmelzwassern der Würm-Eiszeit. Auf ebener Strecke radelten wir nach Kastl, um dort nach Norden zu schwenken und mit einem moderaten Anstieg die Hochterrasse zu erreichen. Diese Terrasse liegt, wie der Name bereits sagt, ca 50m über der Niederterrasse und wurde durch die Schmelzwasser der Riß-Eiszeit aufgebaut.

Auf verkehrsarmen Nebenstraßen ging die Fahrt weiter nach Süden und mit einem weiteren Anstieg erreichten wir die oberste Terrasse, den Klaffelsberg, vom geologischen Standpunkt auch Deckenschotter genannt, der von dem Schmelzwasser der Mindel-Eiszeit abgelagert wurde.

Wie kaum anderswo sieht man gerade im Landkreis Altötting diese modellhafte Abstufung der einzelnen Schotterterrassen als Beispiele von Periglazialformen. Überraschend ist zunächst die Anordnung mit der jüngsten Terrasse unten und der ältesten ganz oben. Dies läßt sich dadurch erklären, dass die Schmelzwasser zunächst das vorliegende Material zum großen Teil ausgeräumt haben um dann ihrerseits die eigene Terrasse aufzubauen.

Vom Deckenschotter ging es steil bergab zur Alz, wobei an der Südabdachung an einem Aufschluss gegenüber von Wetzberg noch ein Halt eingelegt wurde, um die Besonderheit im Deckenschotter, nämlich die "geologischen Orgeln" zu begutachten. Am Hangfuß befindet sich das kleine Caro Kraftwerk, früher entscheidender Sandort- faktor für die Ansiedlung der der Großindustrie. Das Wasserkraftwerk belieferte und beliefert die SKW Hart mit Strom. Auch die weiteren Großbetriebe wie Wacker und die VAW hatten zeitgleich mit der Inbetriebnahme ihre Wasserkraftwerke gebaut. Mit einem relativ langen und steilen Anstieg verließen wir die Terrassenlandschaften und erreichten das nach Süden anschließende Altmoränengebiet.

Mehrere Anstiege und Abfahrten verdeutlichten eindrucksvoll die Reliefunterschiede zu den Terrassenlandschaften. Die Oberflächenformen wurden hier unmittelbar durch das Gletschereis geformt, was auch in der Bezeichnung "Galzialformen" zum Ausdruck kommt. Mit der Überquerung des Eschelberges, Reste einer Endmoräne älterer Eiszeiten, sieht man den maximalen Vorstoß der Gletscher im Landkreis Altötting. Von Emmerting führte die Exkursionsroute schließlich durch den Altöttinger Forst wieder zurück zum Ausgangspunkt.

Paul Alexy

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